Mit neuen Federn zum Höhenflug

Vanessa Low hat mit einer "Weltrekord-Show" die zweite Goldmedaille für den Deutschen Behindertensportverband (DBS) bei der WM in Katar errungen. Die 25-Jährige Weitspringerin von Bayer Leverkusen, die in Oklahoma City in den USA lebt und trainiert, setzte mit dem Weltrekord von 4,72 m im zweiten Versuch ein Ausrufezeichen - und legte im dritten mit 4,79 m gleich noch einen Weltrekord nach. Damit schlug sie ihre stärkste Konkurrentin, die Italienerin Martina Caironi, die sich über eine Silbermedaille freute. Jana Schmidt aus Rostock komplettierte den deutschen Erfolg mit dem Gewinn der Bronzemedaille.

Vanessa Low hatten nach einem Bahnunfall 2006 beide Beine oberhalb der Knie amputiert werden müssen. Die Prothesen für den Sport sind Hightech-Konstruktionen, die aus drei Teilen bestehen: dem Schaft, in dem die Oberschenkel eingepasst werden, dem Knie, einer Art Pendel, und eben den Federn. Und die sind jetzt neu. „Ich hatte diese Federn schon bei anderen Athleten gesehen und wollte sie einfach mal ausprobieren“, erzählt sie.


Die Umstellung auf die neuen Hightech-Konstruktionen im Vorfeld des großen, wichtigen Events birgt auch Risiken. Vanessa Low wirkte im Interview vor der WM optimistisch, zuversichtlich – und ein wenig aufgeregt. „Mein Laufbild ist jetzt viel runder“, sagt Vanessa Low, „gefühlt ist es ein Unterschied wie Tag und Nacht“. Das Risiko einzugehen und das harte Training haben sich gelohnt – die Goldmedaille gehört ihr.

Hintergrund/Bezug zur Region: Die Firmen Heinzig Metalltechnik GmbH aus Rahden und 2CUT GmbH aus Lavelsloh - Diepenau unterstützen Vanessa Low bei Ihrer sportlichen Karriere. Wir gratulieren Vanessa Low und dem gesamten deutschen Team ganz herzlich zu ihren Erfolgen und wünschen ihnen alles Gute für die Zukunft.

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